Get informed with Ahoj without shower*

July 16th, 2006

Habt ihr euch irgendwann mal die Mühe gemacht, die Credits nach einem Film wirklich zu lesen? Nicht, weil ihr hofft, dass noch irgendwelche Pointen und/oder Bloopers nach dem Abspann gezeigt werden, sondern weil ihr vielleicht wissen wollt, wie der oder der Schauspieler doch gleich heißt?

Wenn ja, dann sind euch bestimmt schon einmal die seltsamen Berufsbezeichnungen aufgefallen, welche die Leute dort tragen. Tja, wenn nicht, auch nicht schlimm, dann lest ihr sie eben hier.

Normalerweise sollten Berufe ja eine relativ einleuchtende Bezeichnung tragen, damit man, wenn man sie liest, zumindest eine vage Vorstellung vom Tätigkeitsbereich der Person hat. Das ist hier nicht immer so.

Damit ihr euch nicht länger fragen müsst, was dieser oder jener Beruf wohl zu leisten hat, hab ich mich durch Google und die Wikipedia gewühlt und die Kuriosesten Berufe hier mal zusammengetragen.

Als da wären:

  • Dolly Grip: Hierzu muss man wissen, dass der Wagen, der die Kamera trägt, und welcher sich auf Schienen bewegt, um weiche Kamerafahrten zu gewährleisten, auf Englisch Dolly genannt wird. Der Dolly Grip (zu deutsch: Kamerabühnenmann) ist dafür zuständig, diesen Dolly zu bedienen.
  • Gaffer: Der Gaffer (zu deutsch: Oberbeleuchter…blödes Wort) ist der Chef des Lichtteams. Er wählt konkret die Scheinwerfer aus, achtet auf ungewollte Lichtreflexe und hat auch in anderen Bereichen, die die Beleuchtung betreffen, das sagen. Der Chef halt.
  • Best Boy: Als Best Boy bezeichnet man den Lichttechniker, der als erstes unter dem Gaffer arbeitet. Er ist normalerweise dafür zuständig, den Überblick zu bewahren, weiß, wo welche Lampe im LKW steht und wo sie nachher bei den Dreharbeiten stehen sollte.
  • Best Boy Grip: Wenn man das Konzept, die ersten Assistenten eines Bereichs “Best Boys” zu nennen, wird als Best Boy Grip derjenige bezeichnet, der als erster unter dem Dolly Grip arbeitet (zumindest habe ich das so rausgelesen, bitte nicht aufhängen).
  • Grip: Als Grip scheint man den Materialassistenten zu bezeichnen. Seine Aufgabe ist es lediglich, dafür zu sorgen, dass genug Material (beispielsweise Filmrollen) am Set sind. Spannend, hu?
  • Color Timer: Klingt seltsam, aber dieser Mann hat nichts damit zu tun, die Farben zeitlich richtig abzustimmen. Seine Aufgabe ist es, das Farbklima durch den ganzen Film konstant zu halten. Da die Szenen ja zu unterschiedlichen Tages- oder Nachtzeiten gedreht wurde, und auch das Wetter vielleicht nicht immer mitspielt, muss in der Nachbearbeitung dafür gesorgt werden, dass der Film, zumindest farblich, wie aus einem Guss wirkt. Diese Aufgabe übernimmt der Color Timer.
  • Boom Operator: Aus irgendwelchen, mir völlig unverständlichen, Gründen ist der Boom Operator dafür zuständig, das Mikrofon über den Köpfe der Schauspielern zu bugsieren. Ihr wisst schon: Wenn das Mikro von oben so lustig in den Film reinschaut, dann hat der Boom Operator Mist gebaut. Warum er aber nun so heißt: Keine Ahnung.

Hab ich wen wichtiges vergessen (Lukas, ich schaue da in deine Richtung)?

Ansonsten: Ihr fühlt euch doch bestimmt schon viel schlauer und informierter, oder?

*Das Ahoj without Shower ist übrigens das Ergebnis, wenn man ahoj ohne brause in die Google-Übersetzung einhackt.

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