Computerteile reparieren für Anfänger und Fortgeschrittene

July 15th, 2006

Kartenlesegerät

Die Front meines Rechners ziert ein USB-Kartenlesegerät. Neben einer Vielzahl von Kartenarten (hihi), für die ich keine Verwendung habe, liest dieses Gerät auch SD-Speicherkarten und somit die Fotos von meiner Digitalkamera.

Da ich meine Kamera eine geraume Zeit nicht benutzt habe (ich dachte, sie wäre defekt gewesen), brauchte ich auch den Kartenleser eine Weile nicht…bis ich zuletzt bemerkte, dass meine Kamera sehr wohl in Ordnung ist und auch brav Fotos macht, wenn man sie per Knopfdruck dazu anstachelt. Ich wollte also die Bilder von der SD-Karte lesen.

Ergebnis: Geht net.

Na ja, die brause ist ja nicht komplett unbewandert in PC-Dingen (wenn doch schon sehr), also hab ich erst mal die übliche Tour gemacht, um herauszufinden, was es sein könnte. Erste Station: Gerätemanager.

Kartenleser wird angezeigt. Kartenleser wird als funktionierend angezeigt.

Hmm…na gut. Weiter im Text.

Nächster Schritt: Kabelverbindungen prüfen. Funktionieren auch alle. Zumal vorne am Gerät ein Lämpchen leuchtet, Strom hat es also.

Dritter Schritt: Rechner aufschraubZ0rn. Kabel vom Kartenleser ist richtig ins Motherboard gesteckt. Logisch, sonst hätte es auch keinen Strom. Okay, den Schritt hätte ich mir auch gut sparen können.

Gut, Rechner wieder zugebastelt.

Nach der ganzen Arbeit wähnte ich ein Softwareproblem zu haben. Ergo: Auf die Front des Geräts gespinkst und siehe da: Das Teil ist von der Firma Apacer. Und ab auf die Homepage.

Dort fand ich zwar nicht unbedingt genau das Teil, welches meinen PC ein wenig hochwertiger gemacht hat, aber wenigstens eines, das dem sehr nahe kam. Dummerweise befand sich in der Download-Abteilung der Homepage nur ein Handbuch für das Gerät, keine Treiber. ICH. WILL. TREIBER!

Gab’s aber nicht. Frustriert versuchte ich ziemlich lustlos, die Karte doch noch mal reinzuschieben. Funktionierte erwartungsgemäß nicht.

Als ich die Karte aber wieder rausnahm, um sie mir wenigstens noch einmal auf der Kamera anzuschauen, merkte ich, dass sie ein wenig eingestaubt war.

Da hatte ich die Idee: Flugs runter ins Wohnzimmer geflitzt, wo mein Vater eine Dose mit Druckluft aufbewahrt. Ungemein praktisch, so ein Ding, das macht echt ordentlich Druck. Einmal kurz die Dose vor die Schlitze des Geräts gehalten und siehe da: Mir kam tatsächlich eine Wagenladung Staub entgegen.

Kaum hatte sich der Besagte gelegt, probierte ich es gleich nochmal und, was soll ich euch sagen: Es funktionierte.

War ja klar, dass das wegen irgend so einem Mist nicht funktioniert hat.

Mal sehen, vielleicht bekomme ich ja als nächstes meinen DVD-Brenner und meine Maus wieder ans Laufen…

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